“Wer zu Waffen nötigt, ist der Anstifter des Unheils”

“Wer zu Waffen nötigt, ist der Anstifter des Unheils”

von Rainer Rupp

Wir übernehmen hier das Video von Rainer Rupps Rede im Verlauf der Veranstaltung “Wer zu Waffen nötigt, ist der Anstifter des Unheils” des Deutschen Friedensrats am 28. September 2023.

Wladislaw Sankin beschrieb die Rede von Rainer Rupp am 5. Oktober 2023 auf RT deutsch folgendermaßen:

In seinem Vortrag warnte Rainer Rupp vor der Gefahr eines Atomkrieges in Europa. Diese brachte er mit dem Scheitern der ukrainischen Offensive in Verbindung. “Diese unabwendbare Niederlage wird tektonische Verschiebungen im Globalen Süden beschleunigen – weg von der US-Hegemonie hin zu China, Russland, BRICS.” Aus Angst, dass diese Niederlage auch das Ende ihrer Karriere, ihres Einkommens bedeute, würden die kriegstreiberischen Kräfte in den USA auf weitere Eskalationen nach dem Motto “alles oder nichts” setzen.

Vor diesem Hintergrund sei die Entsendung der NATO-Truppen in die Ukraine real. Derzeit stünden 5.000 US-Luftlandesoldaten in Rumänien für den Einsatz in dem Nachbarland bereit. Wenn sie vernichtet würden, könnte der Ruf nach einem Gegenschlag auf russische Positionen in der Ukraine laut werden. Dies könnte eine Eskalationsspirale in Gang setzen, an deren Ende Schläge mit taktischen Atomwaffen gegen US-Ziele in Europa wie Rammstein und darauffolgende Vergeltungsschläge stünden. 

Rupp erinnerte an einen Präzedenzfall aus der Geschichte des Kalten Krieges. Im Jahr 1983 wurde im Rahmen der NATO-Militärübung ein nuklearer Raketenangriff auf die Sowjetunion trainiert, wobei Pershing-Raketen ins Feld geführt wurden. “Was da ablief, sah nach dem ersten atomaren Erstschlag aus”, dessen Planung in den USA bis Ende der 1940er Jahre zurückreichte. Die Sowjets wurden vor allem durch Rupps Aufklärungsarbeit bei der NATO alarmiert und hatten sich für einen Gegenschlag vorbereitet. “In der DDR standen Flugzeuge auf den Militärflughäfen mit angeschalteten Motoren bereit, mit Atomwaffen bestückt”, erinnerte sich Rupp.

Diese Eskalation spielte sich außerhalb der öffentlichen Wahrnehmung ab, betonte der Ex-Agent. Heute sei der offenbar bewusst geschürte Realitätsverlust im Westen das Problem, da über die Lage in der Ukraine fantasiert werde. Russland würde angeblich aus Schwäche heraus als erste Konfliktpartei zu den taktischen Atomwaffen greifen, so die gängige Erzählung der Angloamerikaner. 

“Dieser Fraktion ist alles zuzutrauen”, sagte er im Hinblick auf die Perspektiven eines russisch-europäischen Nuklearkrieges, von dem die USA in der Position der Not aufgrund einer drohenden Niederlage in der Ukraine profitieren könnten. 

 

Apolut erstellte zudem eine kurze Zusammenfassung über die gesamte Konferenz: